Übers Klima reden
Eine Orientierungshilfe für effektive Klimakommunikation in der Schweiz. Für Gemeinden, NGOs, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen.
01 Hinschauen
Kommunikationssituation verstehen
Bevor du loslegst, wirf einen Blick auf die Ausgangslage. Wo findet der Austausch statt? Welche Rahmenbedingungen prägen die Kommunikationssituation? Wer ist deine Zielgruppe?
Ob persönliches Gespräch, Workshop, Kampagne oder interne Kommunikation: Jede Kommunikationssituation bringt andere Möglichkeiten und Grenzen mit sich. Bevor du Inhalte entwickelst, kläre deshalb den Rahmen – etwa Reichweite, Kanäle, Ton, verfügbare Ressourcen und institutionelle Vorgaben.
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen.
Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Habe ich die Art der Kommunikation definiert? Gespräch, Workshop, Kampagne oder interne Kommunikation?
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Habe ich die Reichweite bestimmt – Einzelperson, Gruppe oder breite Öffentlichkeit?
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Habe ich den Ton festgelegt – formell oder informell?
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Habe ich die Kanäle definiert – direkt, schriftlich, visuell, digital?
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Habe ich institutionelle Vorgaben und Hierarchien berücksichtigt?
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Habe ich die verfügbaren Zeit- und Personalressourcen realistisch eingeschätzt?
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Habe ich Handlungsspielräume und allfällige Einschränkungen identifiziert?
Aus der Praxis
#rägifahrtvelo
Regensdorf ZH
Gemeinde | Kampagne | Schweiz | DE
Statt vieler Einzelevents setzt Regensdorf klare Themenschwerpunkte. Das Bike-Sharing 2025 wurde unter einem einzigen Hashtag gebündelt kommuniziert – Massnahme und Botschaft als Einheit.
Klima Thun 2050
Thun
Gemeinde | Kampagne | Schweiz | DE
Die Stadt Thun kommuniziert ihr Ziel «Netto-Null bis 2050» transparent und im Dialog mit der Bevölkerung. Die Plattform klimathun2050.ch macht sichtbar, was läuft – mit partizipativen Elementen wie der «Klima-Idee Thun» und einem Klimateam aus der Bevölkerung.
Werkzeuge & Wissen
Wegweiser Klimakommunikation für Gemeinden
BAFU
Werkzeug | Schweiz | DE · FR · IT
Leitfaden für kleine und mittlere Gemeinden: Kommunikationskonzept in 7 oder 11 Schritten, Kanalübersicht, Checklisten und Vorlagen. Auch als Word-Vorlage nutzbar.
Umwelttips im Abo
PUSCH
Werkzeug | Schweiz | DE · FR
Fertige, alltagsnahe Klimatipps für Schweizer Gemeinden – direkt einsetzbar im Gemeindeblatt oder auf der Website. Ressourcenschonend und zweisprachig.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 2
klimafakten.de
Wissen | International | DE · FR · IT
Das Kapitel zeigt, wie Emotionen, soziale Zugehörigkeit und Denkverzerrungen beeinflussen, wie Menschen Informationen wahrnehmen – und warum dieselbe Botschaft je nach Person und Situation unterschiedlich wirken kann.
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Klimakommunikation richtet sich selten an alle gleichermassen. Unterschiedliche Gruppen bringen verschiedene Bedürfnisse, Vorkenntnisse und Werte mit. Wer diese Faktoren versteht, kann gezielt anknüpfen – und Widerstände früh einplanen.
Im Schweizer Kontext
Die Sinus-Milieux Schweiz zeigen: Klimabezogene Werte und Handlungsbereitschaft variieren stark nach Lebenswelt. Zwischen urbanem Bildungsmilieu und ländlichem Traditionsmilieu gibt es grosse Unterschiede in Sprache, Vertrauen und Motivation.
Im Unternehmenskontext: Die Produktion denkt anders über Klimamassnahmen als die Geschäftsleitung, das Marketing anders als der Einkauf. Eine Botschaft, die alle gleichermassen anspricht, erreicht oft niemanden wirklich.
Checkliste
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Habe ich meine konkrete Zielgruppe definiert – Bevölkerung, Mitarbeitende, Entscheidungsträger:innen?
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Habe ich relevante Untergruppen oder Segmente unterschieden?
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Kenne ich die zentralen Werte meiner Zielgruppe – Sicherheit, Freiheit, Wohlstand, Gemeinschaft?
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Habe ich eingeschätzt, wie die Zielgruppe zum Thema steht – interessiert, skeptisch, überfordert, ablehnend?
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Habe ich die emotionale Ausgangslage berücksichtigt – Sorge, Gleichgültigkeit, Hoffnung?
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Weiss ich, ob das Thema eher abstrakt oder konkret erlebt wird?
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Habe ich Anknüpfungspunkte und mögliche Vorbehalte identifiziert?
Aus der Praxis
Basel 2030
Basel
Gemeinde | Gespräche | Schweiz | DE
Haustürgespräche: Direkte, persönliche Gespräche im Quartier, niederschwellig, vertrauensbildend, auf verschiedene Milieus ausgerichtet.
"Luzern wird klimaneutral"
Kanton Luzern
Kanton | Kampagne | Schweiz | DE
Mit lokal zugeschnittenen Fragen wie «Wann kommt der Klimawandel nach Emmen?» sprach der Kanton Luzern die Bevölkerung direkt an und machte ein abstraktes Thema persönlich und nahbar.
Werkzeuge & Wissen
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Les Français parlent Climat
Destin commun
Werkzeug | International | FR
Sechs Zielgruppenprofile auf Basis von Werten, Weltbildern und psychologischen Orientierungen, mit konkreten Empfehlungen für überzeugende und mobilisierende Klimakommunikation.
Sechs gesellschaftliche Typen
More in Common
Werkzeug | International | DE
Leitfaden für kleine und mittlere Gemeinden: Kommunikationskonzept in 7 oder 11 Schritten, Kanalübersicht, Checklisten und Vorlagen. Auch als Word-Vorlage nutzbar.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 3 & 5
klimafakten.de
Werkzeug | International | DE
Das Kapitel zeigt, wie du mögliche Ansatzpunkte bei deiner Zielgruppe erkennst – etwa über Werte, Interessen und bestehende Einstellungen – und deine Kommunikation gezielter daran ausrichtest.
Für die Schweiz relevant
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Wie eine Botschaft wirkt, hängt nicht nur vom Inhalt ab, sondern auch davon, wer sie vermittelt. Authentizität und Passung zwischen Thema, Person und Institution sind entscheidend.
Im Schweizer Kontext
Im Unternehmenskontext: Klimabotschaften der eigenen Nachhaltigkeitsabteilung wirken oft als Eigenwerbung. Glaubwürdiger sind externe Zertifizierungen (CDP-Score, EcoVadis), Stimmen von Mitarbeitenden – oder eine Geschäftsleitung, die persönlich hinter den Massnahmen steht.
Intern: Klimakommunikation wird erst wirksam, wenn Führungskräfte sie als Teil ihrer eigenen Kommunikation verstehen und tragen.
Checkliste
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Habe ich meine eigene Rolle geklärt – Fachperson, Führungskraft, Kolleg:in, Privatperson?
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Bin ich mir sicher, dass die Zielgruppe mich als glaubwürdige Absenderin wahrnimmt?
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Stehe ich hinter dem, was ich kommuniziere?
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Habe ich geprüft, ob jemand anderes die Botschaft wirkungsvoller vertreten könnte?
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Höre ich aktiv zu, anstatt primär überzeugen zu wollen?
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Schaffe ich Raum für Fragen und unterschiedliche Meinungen?
Aus der Praxis
CO2nsequences
Our Frame
Kampagne | Schweiz | FR
Schweizer Kampagne, die Influencer:innen als Klimabotschafter:innen einsetzt. Erreicht jüngere Zielgruppen über persönliche, authentische Stimmen statt institutioneller Kommunikation.
Werkzeuge & Wissen
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 2 & 7
klimafakten.de
Wissen | International | DE · FR · IT
Die Kapitel zeigen, wie eigene Denkmuster und Vorannahmen Kommunikation beeinflussen, und warum glaubwürdige, zur Zielgruppe passende Botschafter:innen oft entscheidend dafür sind, ob eine Botschaft ankommt.
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Für die Schweiz relevant
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02 Klären
Ziele und Botschaft setzen
Wirksame Klimakommunikation braucht ein klares Ziel und eine verständliche Botschaft. Ohne diese Zwei verpuffen Inhalte – auch gut gemeinte.
Klimakommunikation kann unterschiedliche Ziele verfolgen: von Aufmerksamkeit und Verständnis bis zu konkretem Handeln. Klare und realistische Ziele geben Orientierung und verhindern, dass man alles auf einmal will.
In der Schweiz ist Klimabewusstsein bereits relativ hoch. Die eigentliche Hürde liegt meist nicht beim Wissen, sondern bei der Überführung in konkretes Handeln.
Volksabstimmungen als Kommunikationsanlass: Das Ziel muss frühzeitig klar sein – lange bevor der Abstimmungskampf beginnt.
Im Unternehmenskontext: Kommuniziere nur, was du belegen kannst. Transparenz über Fortschritte und Rückschläge baut mehr Vertrauen auf als perfekte Endbilder. Greenwashing ist in der Schweiz zunehmend auch ein rechtliches Risiko.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Checkliste
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Habe ich konkret definiert, was sich durch meine Kommunikation verändern soll?
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Habe ich den Zieltyp festgelegt – Informieren, Sensibilisieren oder Aktivieren?
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Habe ich realistisch eingeschätzt, was in diesem Kontext erreichbar ist?
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Habe ich Kriterien festgelegt, woran ich den Erfolg erkennen werde?
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Denke ich mein Ziel als Prozess – nicht als einmaliges Ereignis?
Aus der Praxis
ich.machs.jetzt
Rhein-Neckar-Kreis
Kanton | Kampagne | International | DE
Die Kampagne zeigt Klimaschutz als etwas Konkretes und Machbares. Alltagsnahe Tipps, regionale Beispiele und klare Handlungsmöglichkeiten motivieren dazu, selbst aktiv zu werden.
Werkzeuge & Wissen
SMARTe Ziele
Umweltakademie BW
Werkzeug | International | DE
Schritt-für-Schritt-Anleitung für konkrete, messbare Kommunikationsziele – mit Praxisbeispiel.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 4
klimafakten.de
Wissen | International | DE
Kommunikationsziele schärfen: Was soll sich beim Gegenüber konkret verändern, und was ist in der jeweiligen Situation realistisch erreichbar?
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Die Botschaft ist das, was hängen bleibt. Eine klare, fokussierte Aussage schafft Orientierung. Was beim Gegenüber ankommt, hängt auch davon ab, ob Botschaft, Zielgruppe und Kontext zueinander passen.
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Checkliste
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Habe ich meine zentrale Aussage in einem Satz formuliert?
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Ist mir klar, was mein Gegenüber konkret mitnehmen soll?
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Habe ich die Botschaft auf die Werte und Interessen der Zielgruppe abgestimmt?
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Passt die Botschaft zum gewählten Kontext und Kanal?
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Habe ich einen klaren Call to Action eingebaut?
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Habe ich die Botschaft je nach Format oder Situation angepasst?
Werkzeuge & Wissen
Für die Schweiz relevant
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 6
klimafakten.de
Wissen | International | DE
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03 Aufbauen
Inhalte wirksam entwickeln
Guter Inhalt allein reicht nicht. Entscheidend ist, welche Fakten du auswählst, wie du sie einbettest und wie du deine Botschaft anschlussfähig machst.
Fakten sind wichtig – aber ihre Wirkung hängt davon ab, wie sie eingesetzt werden. Versuche nicht zu viele Fakten auf einmal in deine Botschaft zu packen, zeige die Relevanz auf und nenne vertrauenswürdige Quellen.
Lokale Datenquellen wirken stärker als globale Durchschnittswerte: MeteoSchweiz-Daten zu Hitzetagen in der eigenen Gemeinde, BAFU-Zahlen zum Gletscherschwund oder kantonale Klimaberichte schaffen Nähe.
Im Unternehmenskontext: Branchenspezifische Daten überzeugen mehr als allgemeine Klimazahlen. Achtung vor Scope-3-Auslassungen: Wer nur über den eigenen Betrieb spricht und die Lieferkette weglässt, wirkt unvollständig.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Setze ich Fakten gezielt ein, statt sie aufzuhäufen?
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Sind meine Informationen für die Zielgruppe verständlich und relevant?
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Beantworte ich die zentralen Fragen: Was bedeutet das für mich? Was kann ich tun?
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Verwende ich nur Quellen, die für mein Gegenüber vertrauenswürdig sind?
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Verweise ich auf weiterführende Informationen, ohne zu überfordern?
Aus der Praxis
3-2-1-heiss!
catta
Verwaltung | Citizen Science | Schweiz | DE
3-2-1-heiss! greift das Thema Hitzeinseln im Siedlungsraum auf. Mit einem schmelzenden Glacé als Aufhänger gelingt ein eingängiger Einstieg: komplex, aber alltagsnah greifbar.
Werkzeuge & Wissen
Leitfaden Kommunikation über den Klimawandel
One Planet Lab
Werkzeug | Schweiz | DE · FR · EN
Praxisleitfaden des WWF-gehosteten One Planet Lab, der zeigt, wie Klimakommunikation in der Schweiz wirksam gestaltet werden kann.
klimafakten.de
Klimafakten
Fakten | International | DE
Verlässliche, verständlich aufbereitete Fakten zum Klimawandel – als Grundlage und zur Einordnung von Inhalten.
bonpote.com
Bon Pote
Fakten | International | FR · EN
Verlässliche, verständlich aufbereitete Fakten zum Klimawandel – als Grundlage und zur Einordnung von Inhalten.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 8 & 11
Klimafakten
Wissen | International | DE
Den Klimawandel konkret machen und Fakten richtig einsetzen.
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Damit Botschaften wirken, müssen sie an die Lebensrealität und Denkweisen der Zielgruppe anknüpfen. Die Art und Weise, wie ein Thema dargestellt wird, prägt, wie es verstanden und bewertet wird. Dabei ist es zentral, sich mit den Werten der Zielgruppe auseinandersetzen und den Aufhänger meiner Kommunikation entsprechend zu definieren.
Starke Schweizer Framing-Ankerpunkte: Heimatverbundenheit (Gletscher, Bergbäche, Alpenweiden), Eigenverantwortung und Unabhängigkeit (Energieautarkie), Gemeinschaftssinn (Zusammenhalt im Quartier).
Weniger wirksam in vielen Schweizer Kontexten: moralisierender Ton, Schuldgefühle oder internationale Vergleiche, die als Belehrung wahrgenommen werden.
Im Unternehmenskontext: Wirkungsvolle Frames sind Wettbewerbsfähigkeit («Wer jetzt investiert, spart morgen»), Risikovorsorge («Klimarisiken sind Geschäftsrisiken») und Arbeitgeberattraktivität.
Für die Romandie: Der Guide de communication von Parlons Climat bietet vier erprobte Framings: Santé, Autonomie, Convivialité, Fierté.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Habe ich mein Thema bewusst gerahmt – als Chance, Herausforderung oder Veränderung?
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Habe ich verwendete Begriffe und Bilder auf ihre Assoziationen geprüft?
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Passt mein Framing zu den Werten und Interessen der Zielgruppe?
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Habe ich ein konsistentes, nachvollziehbares Narrativ entwickelt?
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Mache ich sichtbar, was andere bereits tun – nutze ich soziale Normen?
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Hebe ich bestehendes klimafreundliches Verhalten hervor?
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Betone ich gemeinsame Verantwortung oder Zugehörigkeit?
Aus der Praxis
Gletscherinitiative
Verein Klimaschutz Schweiz
Kampagne | Schweiz | DE · FR · IT
Die Gletscherinitiative nutzt den Gletscherschwund als emotional greifbares Narrativ: Ein schweizweit bekanntes Kulturgut als Symbol für die Klimakrise. Verbindet Heimatgefühl mit Dringlichkeit.
Werkzeuge & Wissen
Wertebasierte Kommunikation nach Haidt
Umweltakademie Baden-Württemberg
Werkzeug | International | DE
Erklärt sechs moralische Dimensionen, die Menschen leiten, als Grundlage für werteanschlussfähige Botschaften.
4 leviers d'adhésion universelle
Parlons Climat
Werkzeug | International | FR
Vier starke Anknüpfungspunkte für Klimakommunikation: Gesundheit, Gemeinschaft, Stolz und Autonomie, mit konkreten Kommunikationsansätzen und Kampagnenideen.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 9, 13 & 16
klimafakten.de
Wissen | International | DE · FR · IT
Framing, Narrative und soziale Normen wirkungsvoll einsetzen
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Klimakommunikation darf nicht nur Probleme aufzeigen. Wer keine klaren Handlungsmöglichkeiten vermittelt, riskiert Überforderung oder Resignation. Erreichbare Schritte und positive Zukunftsbilder stärken die Bereitschaft zu handeln.
In Schweizer Gemeinden wirken lokal umgesetzte Lösungen besonders stark: Solaranlage auf dem Gemeindehaus, neuer Veloweg, saniertes Schulhaus – sichtbare Veränderungen im eigenen Dorf sind überzeugender als abstrakte Klimaziele.
PUSCH hat 2024 vier Pilotgemeinden (Regensdorf, Affoltern am Albis, Oensingen, Diepoldsau) bei ihrer Klimakommunikation begleitet – mit übertragbaren Erfahrungsberichten.
Im Unternehmenskontext: Die stärkste Botschaft ist eine Massnahme, die tatsächlich umgesetzt wurde. Viele Schweizer Unternehmen nutzen SBTi oder Swiss Climate Scores als äusseren Rahmen – und gewinnen dadurch intern Legitimation für ambitionierte Ziele.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Checkliste
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Zeige ich Lösungen und Perspektiven – nicht nur Herausforderungen?
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Habe ich konkrete Handlungsmöglichkeiten benannt, die für die Zielgruppe realistisch sind?
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Verdeutliche ich, welchen Unterschied diese Handlungen machen können?
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Sind meine Beispiele nah an der Lebens- oder Arbeitsrealität der Zielgruppe?
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Vermittle ich, dass individuelles oder gemeinsames Handeln etwas bewirkt?
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Setze ich positive, greifbare Zukunftsbilder ein?
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Benenne ich Barrieren und zeige ich konkrete Wege zum Handeln auf?
Aus der Praxis
Energiewende leben
Köniz, Münsingen, Ostermundigen
Gemeinde | Kampagne | Schweiz | DE
Fünfjährige Kampagne mit Wanderausstellung: Besucher:innen berechnen ihre Ökobilanz und erleben Handlungsoptionen direkt. Von weiteren Gemeinden übernommen.
Klima-Idee Thun
Thun
Gemeinde | Partizipation | Schweiz | DE
Die Stadt Thun lud die Bevölkerung ein, eigene Nachhaltigkeitsideen einzureichen und umzusetzen. Vier Projekte wurden per öffentlichem Voting ausgewählt und finanziert – darunter Klima-Workshops für Kinder, eine Leihbar-Sichtbarkeitskampagne und ein Foodsave-Bankett auf dem Rathausplatz. Partizipation als Kommunikationsstrategie.
Werkzeuge & Wissen
Climate Handprint
KlimAktiv
Werkzeug | International | DE
Verschiebt den Fokus von Verzicht («Footprint») auf Wirkung: Was kann ich positiv bewegen? Stärkt Selbstwirksamkeit und zeigt, dass Handeln zählt.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 8 & 10
Klimafakten
Wissen | International | DE
Handlungsoptionen aufzeigen und Selbstwirksamkeit stärken.
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04 Vermitteln
Kommunikation verständlich gestalten
Wie du kommunizierst, ist genauso wichtig, wie was du kommunizierst. Sprache, Emotionen, Storytelling und visuelle Elemente – bewusst eingesetzt, schaffen sie Verständnis und bleiben in Erinnerung.
Klimathemen sind komplex. Eine klare Sprache erleichtert Verständnis. Worte vermitteln nicht nur Inhalte, sondern auch Bedeutungen und Emotionen – dieselbe Botschaft kann je nach Wortwahl sehr unterschiedlich wirken.
In der Deutschschweiz ist sachliche, nüchterne Kommunikation kulturell bevorzugt. Starke Emotionalisierung kann als übertrieben oder manipulativ wahrgenommen werden. Praktisch: Emotionen in Fakten und Handlungsperspektiven einbetten, statt sie isoliert einzusetzen. Der Dreischritt – Sorge anerkennen, Hoffnung stärken, Handlung aufzeigen – funktioniert über Sprachregionen hinweg. Im Unternehmenskontext: Klimakommunikation stösst intern oft auf Gleichgültigkeit («das ist nicht meine Aufgabe») oder Abwehr («schon wieder Nachhaltigkeit»). Konkrete Anknüpfungspunkte im Arbeitsalltag helfen, den Schritt von «das Unternehmen» zu «ich» zu ermöglichen.
Für die Schweiz relevant
Im Schweizer Kontext
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Checkliste
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Verwende ich klare, verständliche Sprache ohne unnötigen Fachjargon?
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Sind meine Aussagen prägnant und auf das Wesentliche reduziert?
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Ist meine Botschaft auch für Nicht-Expert:innen zugänglich?
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Habe ich meine Begriffe auf ihre Assoziationen geprüft?
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Vermeide ich Formulierungen, die abschrecken oder polarisieren?
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Passt meine Sprache zur Zielgruppe?
Aus der Praxis
Mon Plan Climat
Regensdorf ZH
Kanton | Plattform | Schweiz | DE · FR
Eine Plattform, die Klimakommunikation zielgruppengerecht und alltagsnah umsetzt. Inhalte verständlich aufbereitet, mit konkreten Handlungsmöglichkeiten verknüpft.
Werkzeuge & Wissen
Framing-Wortwolken
Umweltakademie Baden-Württemberg
Werkzeug | International | DE
Visualisiert, welche Begriffe welche Assoziationen auslösen – praktische Hilfe für bewusste Wortwahl.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 18
Klimafakten
Wissen | International | DE
Einfach formulieren und Wissenschaftsjargon vermeiden.
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Emotionen prägen, wie Menschen Klimathemen wahrnehmen und darauf reagieren. Wer Emotionen bewusst einbezieht, kann besser anknüpfen – und vermeidet Katastrophismus oder Lähmung.
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Habe ich die emotionale Ausgangslage meiner Zielgruppe antizipiert – Sorge, Hoffnung, Gleichgültigkeit?
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Verbinde ich herausfordernde Emotionen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten?
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Vermeide ich Angst oder Druck ohne Perspektive?
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Setze ich positive Emotionen wie Hoffnung, Stolz oder Neugier gezielt ein?
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Betone ich Gemeinschaftsgefühl oder gemeinsame Verantwortung?
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Habe ich eine konstruktive, motivierende Grundstimmung hergestellt?
Werkzeuge & Wissen
Climate Emotions Wheel
Climate Mental Health Network
Werkzeug | International | EN
Übersicht über Klimaemotionen. Hilft, eigene und fremde Gefühle einzuordnen und konstruktiv anzusprechen.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 9, 14 & 15
Klimafakten
Wissen | International | DE
Emotionen bewusst einsetzen, positiv und ohne Katastrophismus.
Für die Schweiz relevant
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Geschichten machen komplexe Themen verständlich und bleiben länger in Erinnerung als einzelne Fakten. Sie schaffen Zusammenhänge und ermöglichen emotionalen Zugang.
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Ist meine Botschaft in eine nachvollziehbare Geschichte eingebettet?
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Gibt es einen klaren roten Faden?
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Ist meine Geschichte nah an der Lebensrealität der Zielgruppe?
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Bleibt meine Darstellung glaubwürdig und nachvollziehbar?
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Unterstützt die Geschichte die emotionale Wirkung meiner Botschaft?
Aus der Praxis
stories for future
stories for future
Breite Öffentlichkeit | Sammlung | Schweiz | DE
stories for future sammelt Klimageschichten aus verschiedenen Perspektiven: persönlich, lokal, konstruktiv. Lädt zum Weiterzählen ein und zeigt, wie Narrativ-Arbeit konkret aussieht.
Werkzeuge & Wissen
Für die Schweiz relevant
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 11
klimafakten.de
Wissen | International | DE
Geschichten nutzen, um Klimathemen mit dem Leben der Menschen zu verbinden, Perspektiven zugänglich zu machen und Informationen emotional greifbarer zu vermitteln
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Bilder und Grafiken können Informationen vereinfachen und Aufmerksamkeit erzeugen. Sie wirken immer auch emotional – ihre Auswahl sollte zur Botschaft und zur Zielgruppe passen.
Checkliste
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Unterstützen meine visuellen Elemente die zentrale Botschaft?
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Sind meine Grafiken und Bilder leicht verständlich und nicht überladen?
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Passen meine Bilder zur Zielgruppe und zum Kontext?
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Vermeide ich stereotype, dramatisierende oder irreführende Darstellungen?
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Fördern meine visuellen Elemente eine konstruktive Wahrnehmung des Themas?
Aus der Praxis
Zukunftsbilder Netto Null
ProClim
Alle | Kampagne | Schweiz | DE · FR · IT
Wissenschaftlich fundierte Visualisierungen einer klimaneutralen Zukunft, kostenlos für Gemeinden und Vereine. Alltagsszenen: Dorf, Mobilität, Energie, Wohnen im Jahr 2050.
Schweiz 2050
Verein Klimaschutz Schweiz
Alle | Kampagne | Schweiz | DE · FR · IT
nteraktive Plattform, die eine klimaneutrale Schweiz visualisiert. Basiert auf wissenschaftlichen Szenarien, alltagsnah aufbereitet.
Werkzeuge & Wissen
Climate Visuals
Climate Outreach
Werkzeug | International | EN
Forschungsbasierte Bildergalerie für wirkungsvolle Klimakommunikation, kostenlos nutzbar.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 12
Klimafakten
Wissen | International | DE
Bilder wählen: Wahrnehmung und Emotionen durch visuelle Elemente steuern.
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Für die Schweiz relevant
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05 Navigieren
Mit Herausforderungen konstruktiv umgehen
Widerstand, Einwände und Desinformation sind gängige Elemente in der Klimakommunikation. Wer diese Dynamiken kennt und ruhig damit umgehen kann, bleibt im Dialog und stärkt Vertrauen.
Widerstand kann von Skepsis bis zu Ablehnung oder Desinteresse reichen. Diese Dynamiken zu erkennen hilft, angemessen damit umzugehen – und nicht zu überzeugen zu versuchen, sondern Verständnis zu ermöglichen.
Im Schweizer Kontext
Typische Einwände im Schweizer Kontext: «Die Schweiz ist zu klein, um etwas zu bewirken», «Das kostet zu viel», «Das sollen die Grossen zuerst tun». Diese Argumente sind nicht zwingend böswillig – sie spiegeln oft echte Unsicherheiten wider. Wirksam: Lokal verankerte Beispiele nutzen, die zeigen, dass Handeln in der Schweiz konkrete Wirkung hat. Ein kulturell anschlussfähiges Narrativ: Die Schweiz als Pionierin positionieren – Präzision, Eigenverantwortung, Innovation.
Im Unternehmenskontext: Einwände frühzeitig antizipieren und in der eigenen Kommunikation bereits adressieren – das ist Prebunking im Unternehmenskontext und stärkt Glaubwürdigkeit, bevor Skepsis entsteht.
Checkliste
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
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Habe ich mögliche Einwände im Voraus antizipiert?
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Habe ich die Art des Widerstands eingeschätzt – Zweifel, fehlende Priorität, begrenzte Ressourcen?
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Erkenne ich typische Muster – «nicht ich», «nicht jetzt», «nicht so»?
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Höre ich aktiv zu und gehe ich auf mein Gegenüber ein?
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Stelle ich Fragen, um Hintergründe besser zu verstehen?
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Biete ich neue Perspektiven an – nutze ich Reframing?
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Bleibe ich ruhig und respektvoll, auch bei emotionalen Reaktionen?
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Behalte ich meine eigenen Grenzen und Ressourcen im Blick?
Aus der Praxis
Für die Schweiz relevant
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 20
klimafakten.de
Wissen | International | DE · FR · IT
Mit Widerstand umgehen und schwierige Gespräche führen.
Werkzeuge & Wissen
Le dîner (écolo) du siècle
Bon Pote
Privatumfeld | Gespräche | International | FR
Zeigt, wie typische Verzögerungsargumente konstruktiv aufgegriffen und eingeordnet werden können. Gut als Vorbereitung auf schwierige Gespräche.
Klimakommunikation aus dem Alltag
Föhr Agentur
Privatumfeld | Gespräche | International | DE
Kommentierte Beispiele für herausfordernde Alltagsgespräche und wie sie sich navigieren lassen:
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Irreführende Aussagen können Klimakommunikation erschweren. Ein ruhiger, transparenter Umgang schafft Orientierung, und langfristig Vertrauen.
Checkliste
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Habe ich die Aussage auf Plausibilität und Differenziertheit geprüft?
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Habe ich angegebene Quellen auf Vertrauenswürdigkeit eingeschätzt?
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Erkenne ich typische Muster – selektive Darstellung, Übertreibung, Vereinfachung?
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Bleibe ich ruhig und respektvoll im Umgang mit falschen Aussagen?
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Verweise ich auf verlässliche Informationen und wissenschaftlichen Konsens?
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Wiederhole ich zentrale Fakten klar und ohne Polemik?
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Mache ich meine eigenen Quellen und Grundlagen transparent?
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Fördere ich kritisches Denken und Medienkompetenz beim Gegenüber?
Werkzeuge & Wissen
PLURV - Grundkurs Desinformation
Klimafakten
Werkzeug | International | DE · FR
Einführung in typische Desinformationsmuster: Pseudo-Expert:innen, Logikfehler, Rosinenpicken, Verschwörungstheorie. Als Poster und PDF, auch auf Französisch.
Prebunking & Debunking
Umweltakademie Baden-Württemberg
Werkzeug | International | DE
Konkrete Strategien: präventiv Bewusstsein schärfen (Prebunking) und falsche Aussagen korrigieren (Debunking).
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Für die Schweiz relevant
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 19
klimafakten.de
Wissen | International | DE · FR · IT
Desinformation erkennen, einordnen und darauf reagieren.
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06 Weitergehen
Reflektieren und weiterentwickeln
Klimakommunikation ist ein Lernprozess. Wer regelmässig auswertet, was wirkt und was nicht, kommuniziert gezielter und wirkungsvoller.
Checkliste
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Habe ich festgelegt, was ich auswerte – Reaktionen, Verhalten, Rückmeldungen, Ergebnisse?
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Weiss ich, wie meine Kommunikation wahrgenommen wurde?
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Habe ich identifiziert, welche Aspekte gut ankamen und welche nicht?
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Habe ich abgeglichen, ob die Wirkung meinen ursprünglichen Zielen entspricht?
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Habe ich festgehalten, welche Ansätze oder Formate sich bewährt haben?
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Habe ich Verbesserungsbedarf konkret benannt?
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Fliessen meine Erkenntnisse in die nächste Kommunikation ein?
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Teile ich Learnings mit anderen in meiner Organisation?
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Nutze ich Austauschformate und Weiterbildungsangebote zur Weiterentwicklung?
Werkzeuge & Wissen
Wirkungslogik
Stiftung Mercator Schweiz
Werkzeug | Schweiz | DE · FR
Zeigt, wie man Wirkung von Anfang an mitdenkt und überprüft – für Projekte in Gemeinden und NGOs.
How-To Testlauf
Umweltakademie BW
Werkzeug | International | DE
Erklärt, wie man Botschaften vorab mit der Zielgruppe testet, bevor man sie breit kommuniziert.
Handbuch Klimakommunikation, Kap. 21
klimafakten.de
Wissen | International | DE
Botschaften vorab testen, Feedback einholen und die eigene Kommunikation nach der Umsetzung auswerten – damit Erkenntnisse direkt in die nächste Runde einfliessen.
In Schweizer Gemeinden findet Klimakommunikation oft in sehr konkreten Settings statt: Gemeindeversammlungen, Pfarreiblätter, lokale Facebook-Gruppen. Tipp für Milizkontexte: Ein einziger gut gewählter Kanal – z.B. der Gemeindebrief oder eine Infoveranstaltung – ist wirksamer als viele halbherzige Versuche auf verschiedenen Plattformen.
Für die Schweiz relevant
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Angewandte Kurse und Workshops bieten die Möglichkeit, Ansätze auszuprobieren, an eigenen Beispielen zu arbeiten und Fähigkeiten praxisnah zu vertiefen. apropos_clima bietet Trainings und Beratung direkt für den Schweizer Kontext.
Weitere Angebote findest du bei:
Für die Schweiz relevant